Café A – Kuba-Flair in Paris

Immer auf der Suche nach lauschigen Plätzchen im Grünen, habe ich vor Kurzem das „Café A“ entdeckt.

Das Café liegt in dem ehemaligen Kloster Couvent des Récollets gleich neben dem Gare de l’Est. Schon allein der historische Rahmen ist eine Besonderheit. Das Highlight ist jedoch die begrünte und vom Verkehr völlig abgeschirmte Terrasse. Dieser Garten ist mit kubanischen Farben und Schildern aufgemacht, es gibt Cocktails und Rum. Aber nicht nur – auf der Karte steht eine Mischung aus Angesagtem (Brunch, vegane Buddha Bowl, Sashimi) und Traditionellem (Croque Monsieur, Tartare de Bœuf).

Die Plätze auf den bunt angemalten Stühlen und Bänken sind rar, denn es hat sich in Paris herumgesprochen, dass es sich hier wunderschön sitzen lässt. Vor allem wenn im Juli und August Paris manchmal tagelang unter drückender Hitze leidet, ist der schattige Garten des Café A ein willkommenes Plätzchen zum Entspannen.

Trotz der eher jungen Aufmachung ist das Publikum gemischt, Studenten, Familien mit kleinen Kindern, ältere Herrschaften… Die Preise entsprechen dem Pariser Durchschnitt.

Café A
148 rue du Faubourg Saint Martin, 75010 Paris
Mo-Sa: 10h bis 02h
So: 11h bis 01h
www.cafea.fr

Im ehemaligen Kloster Couvent des Récollets

 

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Baden in Paris – Bassin de la Villette

Diesen Sommer darf man im Bassin de la Villette baden! Bisher war das künstlich angelegte Gewässer, das im Pariser Nordosten den Canal Saint Martin mit dem Canal de l’Ourcq verbindet, Ausflugsschiffen und Tretbooten vorbehalten. Doch nun hat die Pariser Stadtverwaltung die Wasserqualität für ausreichend gut befunden, um das Baden zu erlauben. Dazu werden im Wasser des Bassins drei Schwimmbecken mit unterschiedlicher Tiefe (40 cm, 120 cm und 200 cm) errichtet.

Die Nutzung der Schwimmbecken wird kostenlos sein. Zudem sollen Umkleiden und Sanitärbereiche eingerichtet werden.

Diesen Sommer soll es Mitte Juli losgehen, passend zum Beginn des jährlich stattfindenden Stadtstrandes Paris Plages. In den folgenden Jahren sollen die Becken von Mitte Juni bis Mitte September geöffnet sein. Erwartet werden 75 000 Besucher pro Saison, bis zu 1000 Besucher pro Tag. Hoffentlich bleibt da noch ein Plätzchen für uns frei!

Quellen:
https://www.paris.fr/baignadevillette
http://www.cnewsmatin.fr/france/2017-05-28/paris-resultats-sanitaires-positifs-en-vue-de-la-baignade-la-villette-756439

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Café Les 2 au Coin

Das Konzept der „Beiden an der Ecke“ – so die Übersetzung des Namens – ist noch ganz neu in Paris: ein Café in einem Blumenladen. Der Inhaber ist Florist und hat zusammen mit einem befreundeten Koch erfolgreich die Idee umgesetzt, inmitten seiner Pflanzen Gäste zu empfangen.

Das Café ist von morgens bis abends durchgehend geöffnet und bietet die passende  Karte für jede Tageszeit: Frühstück/Brunch, Mittagessen, Kuchen, Apéro und Abendessen.  Dabei wird Wert auf Qualität gelegt, denn jedes Gericht wird frisch zubereitet, einige Produkte sind Bio und das Bier stammt aus einer Pariser Brauerei.

Neben ca. 15 Plätzen im Pflanzebereich und ein paar Tischen auf der Terrasse gibt es einen ausgebauten Gewölbekeller, der auch für private Feiern gemietet werden kann. Ausgestattet mit WLAN und einem Drucker bietet sich das Café auch zum Coworking an. Für den Brunch und die Hauptmahlzeiten empfiehlt es sich, vorher zu reservieren.

Natürlich stehen auch die Pflanzen zum Verkauf bereit und eh man sich versieht, hat man nach dem Brunch oder Kaffee auch ein Töpfchen mit einer Herzblattpflanze oder einem kleinen Jasminstrauch erstanden.

Les 2 au Coin – eine grüne Oase an der Ecke zweier ruhiger Straßen, nur wenige Meter vom lebendigen Boulevard de Bonne Nouvelle entfernt.

Les 2 au Coin
7 rue Notre Dame de Bonne Nouvelle (Ecke rue de la Lune)
Di-Sa: 8 – 20 Uhr
So: 10-18 Uhr
les2aucoin.fr

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Spaziergang durch das Charonne-Viertel

Als Bewohnerin der westlichen Banlieue kenne ich den Pariser Osten verhältnismäßig schlecht, umso mehr freut es mich, an diesem frühen Frühlingswochenende die komplette Durchquerung der Stadt auf mich genommen und ein mir bis dato unbekanntes „Paris Dorf“ kennen gelernt zu haben: das Charonne-Viertel im 20. Arrondissement.
(Karten s. u.)

Rue Vignoles

Eine erste Runde drehe ich von der Place de la Réunion aus, ein Platz mit einem Brunnen in der Mitte, auf dem, wenn nicht gerade Markt ist, Kinder spielen und Eltern einen Plausch halten. Typisches Dorfleben eben.
Eine der Straßen, die von der Place de la Réunion wegführen, ist die rue des Vignoles. Diese Straße ist von mehreren winzigen Seitengassen gesäumt, durch die gerade einmal ein Mensch passt, der zu seinem Häuschen gehen möchte, z. B. die Impasse Poule. In der rue des Vignoles befindet sich auch das Café-Restaurant „Les Mondes Bohèmes“ (Adresse s. u.), das ich von nun an zu meinen Lieblingscafés zählen werde. Auf der von Pflanzen umrankten Terrasse lässt es sich wunderbar Kaffee trinken oder am Mittag oder Abend eine warme Mahlzeit einnehmen. Nur ein paar Nummern weiter befindet sich das Bio-Restaurant „La Petite Fabrique“ (Adresse s. u.), das ich zwar nicht ausprobiert habe, das aber eine vielversprechende Karte aufzuweisen hat.
In der Parallelstraße, der rue Alexandre Dumas, mache ich einen Abstecher in die Eglise Saint Jean-Bosco, eine Kirche, die mit ihrem modernen Stil und bunten Fenster überrascht.

Place de la Réunion

Les Mondes Bohèmes

Passage Poule

Eglise Saint-Jean-Bosco

Die rue Vitruve bringt mich nach einigen Hundert Metern bis zur rue Saint-Blaise, dem Herz des Charonne-Viertels. In dieser Straße kann man wirklich vergessen, dass man sich in Paris und nicht in einem französischen Dorf auf dem Lande befindet. Tatsächlich war Charonne ein eigenständiges Dorf, das Mitte des 19. Jarhunderts in die Stadt Paris eingegliedert wurde. Die rue Saint-Blaise führt auf die Eglise Saint-Germain de Charonne zu, deren Ursprünge auf das 12. Jahrhundert zurückgehen und die ehemals die Pfarrkirche von Charonne war. Hinter der Kirche liegt bis heute ein kleiner Friedhof.

Rue Saint-Blaise

Eglise Saint-Germain de Charonne

Rue Saint-Blaise

Friedhof Charonne

Von der Kirche Saint-Germain de Charonne aus fußläufig zu erreichen ist die Siedlung La Campagne à Paris und ihre charmanten Einfamilienhäuschen. Mehr dazu in meinem nächsten Artikel.

 

Les Mondes Bohèmes
Café, Restaurant, Galerie, Bar à vins et cocktails
31 rue des Vignoles, 75020 Paris
www.mondesbohemes.com

La Petite Farique
Bio-Restaurant
15 rue des Vignoles, 75020 Paris
auf Tripadvisor

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Restaurant Paris 1. Arr.: Les Pâtes Vivantes

Les Pâtes Vivantes heißt übersetzt „die lebendigen Nudeln“ und ist eine Anspielung auf die traditionelle Herstellung der chinesischen Nudeln, die in diesem Restaurant auf der Karte stehen. Von der Kugel Weizenmehlteig über lange Schlangen, die getwistet und gezogen werden, bis hin zur macaronidicken Nudel – vor den Augen der Gäste werden alle Nudeln, die in diesem Restaurant serviert werden, nach einem tausende Jahre alten Rezept von Hand gezogen. Ein Schauspiel zwischen Mensch und Nudelteig voller Eleganz und tänzerischer Anmut.

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Kosten kann man die Nudeln dann in einer chinesischen Suppe oder zu einem Wok-Gericht. Ob mit Rindfleisch, Hühnchen, Sojabohnen oder Pak-Choi, abgeschmeckt mit frischen Kräutern oder asiatischen Gewürzen – man schmeckt, dass die Nudeln frisch und bissfest geradezu aus den Händen der Nudeldreherin in den eigenen Teller gesprungen sind.

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Die Atmosphäre mag für deutsche Gäste etwas gewöhnungsbedürftig sein. Die Tische stehen eng beieinander und die Geräuschkulisse ist etwa genauso lebendig wie die Nudeln. Das Essen kommt schnell, freie Tische werden in Windeseile an die nächsten Kunden, die oft schon an der Tür warten, weitergegeben. Es hat sich herumgesprochen, dass man hier exzellente Nudeln und andere chinesische Gerichte zu einem unschlagbaren Preis bekommt. Auch viele Asiaten gehören zu den Gästen, was für mich ein Zeichen für die Authentizität der Rezepte ist.

Restaurants Les Pâtes Vivantes
3 rue de Turbigo, 75001 Paris
46 rue du Faubourg-Montmartre, 75009 Paris
www.lespatesvivantes.net (mit Video zur Herstellung der Nudeln)

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Place Dauphine – Ile de la Cité

Wenn man auf der Ile de la Cité an Notre-Dame vorbei oder an den Seine-Ufern entlang geht, trifft man das ganze Jahr über auf eine Menge Touristen. Viele wissen nicht, dass sich nur wenige Schritte von der beliebten Westspitze der Insel ein Platz befindet, auf dem man sich weit vom Großstadttrubel entfernt glaubt. Auf der Place Dauphine, nach der Place des Vosges der zweitälteste königliche Platz von Paris, fahren kaum Autos, dafür stehen dort schattenspendende Bäume und zum Verweilen einladende Bänke. Cafés, Restaurants und Kunstgalerien ziehen Pariser und einige wenige Touristen an. Der dreieckige Platz ist von allen Seiten von Häusern und Gebäuden umrahmt, die ihn vom Verkehr und den Touristenströmen abschirmen.

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Die Place Dauphine gehört zu den teuersten Pflastern der Stadt und zählt einige Berühmtheiten zu ihren (ehemaligen) Anwohnern, wie den Chansonnier Yves Montant und den Autor Jacques Prévert.

Der Zugang zum Platz erfolgt entweder an der westlichen Seite über die rue Henri Robert, die gegenüber der Reiterstatue von Henri IV an der Place du Pont Neuf beginnt. Oder man nimmt die rue de Harlay an der östlichen Seite des Platzes, die die Insel in ihrer Breite quert und über den Quai de l’Horloge am Nordufer und den Quai des Orfèvres am Südufer zugänglich ist.

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Café Soul Kitchen – Montmartre

Auf der nördlichen Seite des Montmartre-Hügels, die wesentlich weniger von Touristen bekannt ist, bin ich vor Kurzem auf das Café Soul Kitchen gestoßen – und war so begeistert, dass ich mit meinem nächsten Besuch wieder dort eingekehrt bin. Das Soul Kitchen ist eines dieser bio-coolen Cafés, die es nun auch in Paris immer mehr gibt. Auf der Karte stehen Granola, Quinoasalat, Carrot Cake und hausgemachte Limonade. Es werden Bio-Produkte verarbeitet und vegetarische Gerichte angeboten, was in Paris leider immer noch nicht selbstverständlich ist.

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Zur Mittagszeit kann es ein wenig voll werden, da die Pariser, die in der Nähe arbeiten, dort gerne zu Mittag essen. Als ich am Nachmittag für Kaffee und Kuchen dort war, hatte ich jedoch keine Probleme einen Tisch zu finden, obwohl das Café ziemlich klein ist. Im Sommer gibt es auch einige Tische draußen.

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Wenn ihr also auf Montmartre seid und eine Kleinigkeit essen wollt, lohnt sich der Abstieg abseits der Touristenstraßen, in Richtung dieses Cafés. Und gleichzeitig bekommt ihr einen Blick auf das echte 18. Arrondissement, dort, wo die Pariser (und immer mehr Yuppies und junge Familien) wohnen.

img_20160917_161113Soul Kitchen
33 rue Lamarck, 75018 Paris
www.soulkitchenparis.fr

Mi-Fr: 8h45-18h / Mittagessen ab 12h
Sa-So: geschlossen

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Paris-Artikel auf Stadtrundfahrt.com

Für das Online-Magazin Stadtrundfahrt bin ich mit den Open Tour-Bussen durch Paris entlang der schönsten Sehenswürdigkeiten gefahren und habe das Musée du Louvre besichtigt.

Um die Artikel zu lesen, schaut einmal hier:

Die Große Stadtrundfahrt – Paris im eigenen Rhythmus entdecken

Das Musée du Louvre – mehr als die Mona Lisa

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Passagen, Gassen und Höfe von Paris – Teil I

Teil I – Gare de Lyon, Faubourg Saint Antoine, Bastille

Wenn man durch Paris spaziert und den Blick von den touristischen Sehenswürdigkeiten ein wenig abwendet, stößt man in nahezu jedem Pariser Viertel auf kleine Gassen, Höfe und Passagen, wo die Zeit still zu stehen scheint. Bunte Häuserfassaden, Pflanzen vor den Türen und an den Häusen rankend, Kopfsteinpflaster und nur wenige Touristen machen aus diesen Orten etwas ganz Besonderes.

Hier habe ich einige dieser Orte zusammengestellt. Wenn ihr in der Nähe seid, macht unbedingt einen Abstecher dorthin. :o)

Rue Crémieux, 12. Arr., nahe Gare de Lyon

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Passage Lhomme, 11. Arr., zwischen rue de Charonne und av. Ledru Rollin

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Cour des Shadoks, 11. Arr., 71 rue du Faubourg Saint Antoine
(auf den Knopf ‚Porte‘ drücken, um das erste Gittertor zu öffnen)

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Cour Damoye, 11. Arr., nahe Bastille

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Künstler lässt die Pyramide des Louvre „verschwinden“

Der Louvre ist auch für seine Glaspyramide bekannt, die der Architekt Ming Pei entworfen hat und die seit den 80er Jahren einen modernen Kontrast zum jahrhundertealten Louvre bietet.

Diesen Sommer lässt der Streetart-Künstler JR die Pyramide durch eine optische Täuschung verschwinden… jedenfalls wenn man den richtigen Winkel trifft.

JR (für Jean-René), der in den Problemvororten von Paris groß geworden ist und sich zu einem weltweit bekannten Fotografen und Künstler hochgearbeitet hat, ließ Fotografien der Sully-Fassade des Louvre auf die Glaspyramide kleben, sodass diese optisch miteinander verschmelzen und der Eindruck entsteht, die Pyramide gäbe es nicht mehr.

Wenn man den richtigen Punkt gefunden hat, ist das Ergebnis wirklich verblüffend!

Das Kunstwerk wird noch bis zum 27. Juni zu sehen sein.

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