5 goldene Regeln zum Verhalten in der Pariser Metro

Zum neuen Jahr möchte ich euch ein paar nüztliche Tipps für das Verhalten in der Metro Paris geben.

Metroeingang Paris Père Lachaise

1) Auf der Rolltreppe: In Paris stellt man sich auf der Rolltreppe nach rechts und lässt die linke Seite frei für diejenigen, die laufen möchten. Haltet also der Versuchung stand, nebeneinander auf einer Rolltreppenstufe zu stehen, stellt euch rechts jeweils auf eine Stufe und seht auch zu, dass eurer Koffer so weit wie möglich rechts steht. Solltet ihr das einmal vergessen, wird euch sicher bald einer der stets eilenden Pariser mit einem scharfen „Pardon!“ oder mehr oder weniger ausgesprochenen Flüchen darauf aufmerksam machen.

2) Die volle Metro: In der Metro kann es oft sehr voll werden, besonders an touristischen Orten und zur Rush-Hour, wenn die Pariser morgens zur Arbeit oder abends nach Hause fahren. Wenn ihr in eine volle Metro einsteigt, bleibt nicht in der Tür stehen, sondern geht durch bis in die Gänge, damit so viele wie möglich nachrücken können. Das machen oft selbst die Parisr nicht und blockieren somit den Eingangsbereich…
Bei so vielen Menschen kann einem schon einmal der Angstschweiß ausbrechen, bei dem Gedanken, man würde niemals an der richtigen Haltestelle bis zur Tür kommen. Doch die Pariser sind das gewohnt: Sie rufen von hinten laut „Pardon!“ oder „La porte, s’il vous plaît!“ („Die Tür, bitte!“), wenn die Tür noch nicht geöffnet wurde. Fahrgäste, die gleich an der Tür stehen, öffnen diese dann und lassen den anderen aussteigen. Behindern sie den Ausstieg, steigen sie oft selbst kurz aus, lassen den anderen heraus und steigen daraufhin wieder ein. Keine Sorge, das Schließen der Türen wird mit einem einige Sekunden dauernden Piepton angekündigt, sodass eigentlich immer genügend Zeit zum Wiedereinsteigen bleibt.

3) Sitzen und stehen: Natürlich möchte jeder gerne einen Sitzplatz in der Metro haben, doch dies ist aufgrund der Menschenmenge nicht immer möglich. In den Eingangsbereichen gibt es häufig mehrere Klappsitze, auf die man sich setzen kann, wenn wenig los ist. Wenn es voll ist, sollten diese Klappsitze nicht benutzt werden, da sie viel Platz einnehmen. Wird diese Regel ignoriert, können die Pariser ein wenig ungehalten werden. Selbstverständlich sollte natürlich sein, alten Menschen und Schwangeren seinen Sitzplatz anzubieten.

4) Sicherheit: Wo viele Menschen (und Touristen) zusammenkommen, gibt es auch Langfinger. Deshalb: Behaltet in der Metro eure Wertsachen im Auge! Haltet eure Handtasche fest, verschließt alle Taschen gut und spielt nicht mit eurem Handy herum. Für abendliche Fahrten gilt: Meiner Erfahrung nach können auch Frauen abends alleine die Metro nehmen, meistens ist auch spät abends noch einiges los. Problematisch kann es an einigen Endstationen der Metro und vor allem an weiter außerhalb liegenden Stationen des RER (Vorstadtbahn) werden, wenn nicht mehr viele Menschen in den Zügen sind und Problemviertel angefahren werden. Dann nehmt euch lieber von vornherein ein Taxi.

5) Fahrkarten: Informationen zu den Tickets der öffentlichen Verkehrsmittel in Paris gibt es in meinem Artikel zu Metro, RER und Bus. Damit euch böse Überraschungen erspart bleiben, hier noch einmal der Hinweis: Auch wenn ihr nur ein Einzelticket habt, behaltet es immer bis ihr die gesamte Fahrt beendet und die Metroschächte wieder verlassen habt. Kontrollen finden hauptsächlich in den Gängen statt, werdet ihr ohne gültige Fahrkarte erwischt, kostet euch das mind. 45 €. Außerdem wird das Ticket häufig auch benötigt, um wieder aus den Metrogängen herauszukommen: Ganz wie am Eingang muss man an vielen Ausgängen eine Schranke passieren, die sich nur mit dem Ticket öffnet.

Foto Header: © Kmeron
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