Café-Restaurant „La REcyclerie“

Der Name ist Programm, denn hier steht Nachhaltigkeit im Vordergrund. Tatsächlich ist die Recyclerie nicht nur ein Café-Restaurant, sondern auch ein Reparatur-Atelier, eine Recycling-Kooperative, ein Veranstaltungsort und eine urbane Farm.

20160328_160436Untergebracht ist die Recyclerie in einem Bahnhof, der jahrelang leer stand, da die Bahnschienen, die einst ganz Paris umrundeten (petite ceinture), seit Jahrzehnten nicht mehr genutzt werden. Vor zwei Jahren entstand an diesem brachliegenden Ort das spannende Projekt der Recyclerie, das auf den Werten der 3 R basiert: réduire, réutiliser, recycler (reduzieren, wiederverwerten, recyclen).

Die Recyclerie liegt an der trubeligen Porte de Clignancourt im Pariser Norden, eine ärmere Gegend, wo sich Menschen vieler Kulturen mischen. Von außen wirkt das Gebäude unscheinbar; tritt man durch die Tür, glaubt man, in eine alternative Bar in Berlin eingetreten zu sein. Tische und Stühle passen nicht zusammen, da sie vermutlich von Spenden, von Emmaüs oder vom Sperrmüll stammen, passen aber harmonisch in diesen Ort, wo auch innen Pflanzen wachsen, wo ein Bücherschrank Lesestoff zum Thema Bio-Rezepte und Permakultur zur Verfügung stellt, wo Jung und Alt brav Schlange stehen, um an der Theke ihren Veggie-Burger, ihren Cranberry-Cookie oder ihre Ingwerlimonade zu bestellen.

20160328_15243220160328_152101

20160328_151938-1

Eine große Fensterfront und die Terrasse bieten einen Blick auf die von der Bahn nicht mehr genutzten Gleise, an deren Rand sich die urbane Farm der Recyclerie ausbreitet. Sie bietet nicht nur angenehme Sitzgelegenheiten im Grünen, sondern besteht in erster Linie aus einem Gemüsegarten, einem Kräuterbeet und einem Hühnerstall mit Ausflauf, wo ca. 20 Hühner und Enten leben. Die Küchenabfälle des Café-Restaurants werden größtenteils auf der urbanen Farm verwertet – auf dem Kompost und als Futter für die Hühner.

20160328_16035520160328_16051720160328_162004 (2)

Ob zum nachmittäglichen Kaffe, zum Wochenend-Brunch oder zum Abendessen unter Freunden, die Recyclerie bietet eine tolle Alternative für alle, die sich für ein umweltschonendes Konsumverständnis interessieren.

La REcyclerie
83 boulevard Ornano
75018 Paris
www.larecyclerie.com

Veröffentlicht unter Geheimtipps Paris Essen & Trinken, Paris mit Kindern | Verschlagwortet mit , , , , , , | 1 Kommentar

Parc Floral Paris

DSC01201-1

..
Mit den blühenden Forsythien, Krokussen und Osterglocken kündigt sich so langsam der Frühling an. Die Saison für herrliche Spaziergänge in den Pariser Parks und Gärten ist eröffnet!

Einer der unbekannteren Pariser Parks ist der Parc Floral, der im 12. Arrondissement an der Grenze zu Vincennes liegt. Er gehört zu den Botanischen Gärten von Paris, ebenso wie der bekannte Jardin des Plantes (5. Arr.) und der Parc de Bagatelle im Bois de Boulogne (16. Arr.).

..

Auf der abwechslungsreichen Anlage sind verschiedene botanische Sammlungen mit heimischen und exotischen Pflanzen zu entdecken. Dank mehrerer Spielplätze kommen auch die Kinder nicht zu kurz, während die Veranstaltungen des espace événements ganzjährig Besucher anlockt.
.
DSC01196

Der 1968 anlässlich der Gartenschau ‚Floralies Internationales‘ angelegte Garten liegt gleich hinter dem Château de Vincennes. Ein Spaziergang durch den Parc Floral lässt sich also bestens mit einer Besichtigung des Schlosses kombinieren. Oder man verlängert den Ausflug mit einem Spaziergang durch den Stadtwald Bois de Vincennes, der ein beliebtes Wochenendausflugsziel für die Pariser darstellt.

20160213_141641[1]

AIMG_5958-1dresse:
Esplanade du Château de Vincennes, route de la Pyramide
Métro Linie 1, Station „Château de Vincennes“

Öffnungszeiten:
Anfang Oktober – Ende Februar: 9h30 – 17h
März: 9h30 – 18h30
Anfang April – Ende September: 9h30 – 20h

Tarife:
Oktober bis Mai: kostenlos
Juni bis September: mittwochs, samstags und sonntags kostenpflichtig:
– Voller Tarif: 6€
– Ermäßigt: 3€
– Freier Eintritt für Kinder unter  7 Jahren

Veröffentlicht unter Geheimtipps Paris Spaziergänge, Paris mit Kindern | Verschlagwortet mit , , , , | Kommentar hinterlassen

Die „Crêperie traditionnelle“

Crêperien gibt es in Paris sehr viele, aber eine liegt mir besonders am Herzen: die ‚Crêperie traditionnelle‘ in der rue de Hanovre, einer kleinen Parallelstraße des lebhaften Boulevard des Italiens in der Nähe der Oper.

certif-TripadvisorEin ganz bescheidener Name, der aber besser nicht passen könnte: Hier werden die salzigen Galettes und die süßen Crêpes nach traditionellem Rezept und nur mit ausgewählten Produkten hergestellt. Auf ihrer Internetseite ist die Herkunft der meisten Produkte aufgelistet: traditionelle Produkte aus der Bretagne, der Heimat der Crêpes, Fleisch ausschließlich aus Frankreich, Schokolade der französischen Qualitätsmarke Valrhona, Konfitüre von einem Bauernhof in der Normandie, das Praliné und das gesalzene Karamell sind hausgemacht. Nicht umsonst hat die Crêperie 2015 das Exzellenzzertifikat von Tripadvisor erhalten.

.Für Deutsche ein wenig gewöhnungsbedürftig könnte der Gastraum sein, der wirklich sehr klein ist. Aber so kommt gleich familiäre Stimmung auf, wenn man direkt hinter sich die Crêpes brutzeln hört, die fünf Minuten später auf unserem Teller liegen.
Traditionell isst man als Hauptspeise eine herzhafte Galette und als Nachtisch eine Crêpe mit süßem Belag. Da sowohl Galettes als auch Crêpes recht dünn sind und so lecker schmecken, stellt es für mich meist kein Problem dar, diese Menüfolge einzuhalten ;o) Dazu passt am besten ein Glas Cidre.

.Der Unterschied zwischen Galette und Crêpe liegt übrigens im Mehl: Galettes werden aus Buchweizenmehl hergestellt und ausschließlich mit herzhaften Zutaten belegt. Sie sind dadurch dunkler als Crêpes, die aus Weizenmehl hergestellt und nur süß gegessen werden.

Am 2. Februar wird in Frankreich die Crêpe gefeiert! Zu Maria Lichtmess (La Chandeleur) werden traditionell in der Familie Crêpes gebacken oder man geht in eine Crêperie. Ihre runde Form und goldene Farbe soll die Sonne darstellen, die sich nach dem Winter nun wieder häufiger zeigen wird.

IMG_20150925_190323Crêperie traditionnelle
2 rue de Hanovre, 75002 Paris
Täglich mittags und abends geöffnet, sonntags geschlossen
creperie-traditionnelle.com

Veröffentlicht unter Geheimtipps Paris Essen & Trinken | Verschlagwortet mit , , | 2 Kommentare

Marché des Enfants Rouges

DSC03935-1

Der Marché des Enfants Rouges (Markt der roten Kinder) ist der älteste heute noch bestehende Markt in Paris. Der 1615 im Marais ins Leben gerufene Markt ist größtenteils überdacht und hat Platz für etwa 20 Markthändler. Obst und Gemüse, Käse und Eier, Brot, nordafrikanische Spezialitäten, Fisch und Fleisch, Blumen… das Angebot entspricht einem typischen französischen Markt. Hinzu kommen mehrere kleine Restaurants und Essstände. Ich war an einem frühen Sonntagnachmittag dort, die Stimmung war fröhlich und entspannt und alle Tische waren besetzt mit jungen Leuten und Familien, die zu einem späten Mittagessen zum Marché des Enfants Rouges gekommen waren.

DSC03923 DSC03933

Und warum Markt der Roten Kinder? Dort, wo im frühen 17. Jahrhundert der Markt samt eines Brunnens, eines Stallgebäudes und einer Überdachung errichtet wurde, hatte zuvor ein Waisenhaus gestanden. In Gedenken an die Waisenkinder, die als Zeichen der Barmherzigkeit in rote Kleidung gehüllt waren, nannte man den Markt Marché des Enfants Rouges. Ende der 1990er Jahre wurde der Markt komplett renoviert. Anders als die Pariser Wochenmärkte, ist der Marché des Enfants Rouges dienstags bis sonntags ganztägig geöffnet.

DSC03934

39 rue de Bretagne
75003 Paris

Mo-Sa: 8h – 20h30
So: 8h30 – 20h30

Veröffentlicht unter Geheimtipps Paris Essen & Trinken | Verschlagwortet mit , , , , , | 1 Kommentar

Die Tage danach

Mir geht es gut, meine Freunde und Bekannte sind wohlauf. Aber diesen Freitag den 13. November 2015 werde ich nicht vergessen können.
Ich war an diesem Abend gegen 23 Uhr ins Bett gegangen, war müde von der Woche. Wir hatten ferngesehen, aber keinen Sender, der die schrecklichen Nachrichten schon durchgegeben hatte. In das Fußballspiel hatten wir nur ein paar Minuten reingezappt, da hatte die dritte Explosion schon stattgefunden, aber wir wussten von nichts.
Kurz nachdem ich eingeschlafen bin, schrecke ich auf und höre im Halbschlaf das Handy meines Freundes klingeln. Ich denke mir nichts dabei. Er erzählt mir am nächsten Tag, dass ihm ein Freund, der zurzeit in Moskau ist, eine SMS geschickt und gefragt hat, ob es ihm gut geht. Mein Freund versteht erst, als er im Fernsehen auf einen Informationssender umschaltet. Als er später ins Bett geht, sagt er mir nichts, lässt mich den Schlaf der Unwissenden schlafen. Ich bin froh darüber, sonst hätte ich in dieser Nacht kein Auge zugemacht.
Am nächsten Morgen weckt uns um 9 Uhr das Telefon. Wir sind nicht schnell genug, mein Freund bringt mir trotzdem das Telefon, sagt: „Das war dein Vater. In Paris gab es gestern Abend mehrere Anschläge.“
Nachdem ich meinen Vater beruhigt habe, schaue ich auf mein Handy. Sehe, dass mir mehrere Freunde geschrieben haben und sich nach uns erkundigen. Ich antworte schnell, schreibe Freunden, von denen ich noch nichts gehört habe, setze meinen Facebook-Status auf „in Sicherheit“. Am Vormittag schauen wir die schrecklichen Bilder im Fernsehen an, können es nicht glauben. An diesem Samstag wollten wir eigentlich unseren Wocheneinkauf in einem Supermarkt in einem großen Einkaufszentrum machen. Einkaufszentren gelten als eines der nächsten Ziele von Terroranschlägen… Wir gehen nur in den Supermarkt um die Ecke, bleiben des Rest des Tages zu Hause, die Stimmung ist seltsam, bedrückt.
Am Sonntag strahlt die Sonne, man kann fast im T-Shirt rausgehen. Es ist vollkommen irreal, dass keine 48 Stunden früher so ein Massaker hat stattfinden können.
Am nächsten Tag muss der Alltag weitergehen. In den öffentlichen Transportmitteln beäugt man sich misstrauisch, ohne es wirklich zu wollen. Ein Junge blättert in einer kostenlosen Zeitung und fragt seinen Vater, was der „Bataclan“ sei.
Als ich auf der Arbeit ankomme, bin ich unglaublich froh, dass mein Team vollzählig ist. Mehrere Kollegen waren am Freitagabend im Stade de France, da die Mitarbeitervertretung günstigere Tickets für das Fußballspiel verkauft hatte. Sie sind noch immer geschockt, erzählen mit zitternder Stimme. Einige andere Kollegen haben Freunde verloren, die an diesem Abend zur falschen Zeit am falschen Ort waren. Um 12 Uhr versammeln wir uns zur Schweigeminute. Viele sind in schwarz gekommen, später sieht man ein paar Kolleginnen weinen.
Es wird lange dauern, bis die Wunden geheilt sind, und es werden Narben bleiben.

Veröffentlicht unter Aktuelles | 2 Kommentare

Paris unter Schock

Paris steht nach den schrecklichen Attentaten dieser Nacht unter Schock. Die Fahnen sind auf Halbmast, für drei Tage ist Staatstrauer angeordnet. Heute bleiben Museen und Sehenswürdigkeiten geschlossen, darunter auch der Eiffelturm und der Louvre.

Peace

Kurzmitteilung | Veröffentlicht am von | 1 Kommentar

Der Umriss der Bastille-Mauern

Die meisten Besucher und Pariser gehen unwissend daran vorbei: Auf dem Boden der Place de la Bastille kann man den Umriss der geschichtsträchtigen Bastion noch heute sehen. Erbaut Ende des 14. Jahrhunderts als Bastille Saint-Antoine, diente sie zunächst als Stadttorburg, später als Gefängnis. Der Sturm auf die Bastille am 14. Juli 1789 gilt als symbolträchtiges Ereignis, das die Französische Revolution beendet haben soll und zum Abriss der Festung geführt hat.

Um daran zu erinnern, dass es dieses Gebäude tatsächlich gab, ist heute ein Teil seines Umrisses auf dem Boden zu sehen. Teilweise mitten auf der Straße und leicht farblich abgehoben, ist es gar nicht so einfach, ihn zu entdecken. Die Türme sieht man z. B. dort:

* Auf dem Bürgersteig an der Ecke Rue Saint-Antoine / Boulevard Beaumarchais, zwischen dem Metroausgang und dem Café des Phares

DSC03945-1
* In der Rue Saint-Antoine auf der Straße zwischen den Hausnummern 1 und 4 sowie auf dem Bürgersteig vor der Hausnummer 1.

DSC03946-1 DSC03947
* Dort, wo der Boulevard Henri IV und der Boulevard Bourdon auf die Place de la Bastille treffen, zwischen den Fußgängerampeln (Vorsicht beim Fotografieren ;o) )

DSC03953-1

.
Noch ein Tipp: Überreste einer Mauer der Bastille-Festung sind auf dem Bahnsteig der Metrostation Bastille der Linie 5 Richtung Bobigny zu sehen.

Veröffentlicht unter Geheimtipps Paris Kultur, Geheimtipps Paris Spaziergänge, Paris Geschichte | Verschlagwortet mit , , , | Kommentar hinterlassen

Geheimtipps für den Besuch des Eiffelturms

Vor allem für diejenigen, die das erste Mal in Paris sind, gehört der Eiffelturm meistens zum Standardprogramm dazu. Die „Grande Dame„, wie die Pariser den Eiffelturm oft nennen, ist ja auch ein beeindruckendes Bauwerk.

Da die Wartezeit zum Aufstieg in Stunden gezählt wird, möchte ich euch ein paar Tipps geben, wie ihr die Wartezeit verkürzen könnt. In der Hauptsaison und wenn man keine Tickets im Voraus gekauft hat, sind zwei bis drei Stunden Anstehen durchaus realistisch.

P1010130Im Voraus buchen: Wer seine Tickets im Voraus über das Internet bestellt, ist klar im Vorteil (möglich z. B. über die Seite des Eiffelturms). Man muss somit nicht an den Kassen anstehen und wählt bereits beim Kauf ein Datum und eine genaue Uhrzeit. Allerdings sollte man seine Tickets im Internet bereits einige Wochen im Voraus kaufen, da sie insbesondere in der Hochsaison schnell ausverkauft sind.

Treppe statt Aufzug: Für schwindelfreie und sportliche Menschen besteht die Möglichkeit bis zur zweiten Etage die Treppe zu nehmen. Dies ist kostengünstiger als der Aufzug und man muss kürzer anstehen. Wer bis zur Spitze möchte, kann dann ab der zweiten Etage den Aufzug nehmen.

Jahreszeit: Der Eiffelturm ist 365 Tage im Jahr geöffnet, es gibt aber Perioden, wo es mehr oder weniger voll ist. Am meisten los ist im Juli und August sowie an Ostern und den Maifeiertagen. Im Januar, Februar, März und November hat man die größten Chancen schnell dranzukommen. Vor und an Weihnachten tummeln sich schon wieder mehr Menschen… Hier eine Übersicht über den voraussichtlichen Zulauf je nach Saison.

Tageszeit: Um den größten Ansturm zu vermeiden, kann es von Vorteil sein, früh morgens, noch vor der Öffnung des Turms, oder spät abends zu kommen. Dann sollte weniger los sein. Abends sollte man dennoch nicht zu spät ankommen, da die Kassen und Zugänge eine dreiviertel Stunde früher schließen und der letzte Einlass bei hohem Besucherandrang vorverlegt werden kann.

 

Veröffentlicht unter Geheimtipps Paris Kultur | Verschlagwortet mit , , , | 2 Kommentare

Paris Plages 2015

Paris Plages hat wieder angefangen! Noch bis zum 23. August sorgt Paris für Strandlaune mitten  in der Stadt.

An den Ufern der Seine und am Bassin de la Villette (19. Arr.) wird Sand angehäuft, es werden Strandcafés und Liegestühle aufgestellt und Spiele und Animationen für Groß und Klein angeboten. Ich empfehle euch, dem Trubel der Innenstadt zu entgehen und euch Paris Plages an den Ufern des Bassin de la Villette im 19. Arrondissement anzuschauen. Dort ist es ruhiger und man hat größere Chancen einen freien Liegestuhl zu ergattern.

Lest dazu auch meinen ersten Artikel: Paris Plages Villette

Paris Plages
Bassin de la Villette: Quai de la Seine + Quai de la Loire, 75019 Paris
Paris Zentrum: Voie Georges Pompidou, 75001 + 75004 Paris
20.7.-23.8.2015
Täglich von 9h bis Mitternacht

Veröffentlicht unter Aktuelles, Geheimtipps Paris Spaziergänge, Paris mit Kindern | Verschlagwortet mit , , , , , | Kommentar hinterlassen

Französischer Nationalfeiertag in Paris – 14. Juli

Am 14. Juli feiert Frankreich seinen Nationalfeiertag. Es ist der Gedenktag des Sturms auf die Bastille im Jahre 1789, mit dem vermutlich die Französische Revolution begonnen hat. Jedes Jahr wird der 14. Juli im ganzen Land gebührend gefeiert. Bereits am Vorabend, dem 13. Juli, richtet die Feuerwehr Bälle, die sogenannten Bals des Pompiers, aus. Am Morgen des 14. Juli findet eine Militärparade auf den Champs Elysées statt und am Abend gibt es ein großes Feuerwerk am Eiffelturm. Obwohl der 14. Juli ein Feiertag ist, haben viele Geschäfte und Museen in Paris geöffnet.

14juillet__Yann-Caradec© Yann Caradec (flickr.com)

Feuerwehrbälle – Bals des Pompiers,13. und 14. Juli
Die traditionell von der Feuerwehr ausgerichteten Bälle finden in ihren Kasernen am Abend des 13. Juli statt, einige auch am Abend des 14. Juli (meist 21 bis 4 Uhr). Die Bals des Pompiers erfreuen sich bei Jung und Alt großer Beliebtheit. Manche Bälle kosten Eintritt, bei manchen wird auf einen freiwilligen Obolus gebaut. Im folgenden Link findet ihr eine Liste der in Paris und Umgebung stattfinden Feuerwehrbälle: Bals des Pompiers

Militärparade, 14. Juli 10-12 Uhr
Bei der großen Militärparade auf den Champs Elysée werden die Regimenter des französischen Militärs zur Schau gestellt. Flugzeuge, Bodentruppen, Kavallerie, Militärfahrzeuge… und natürlich der Präsident, der die Avenue vom Arc de Triumph aus hinunter zur Place de la Concorde fährt. Ein beeindruckendes, aber in deutschen Augen ein wenig seltsames Spektakel.
Falls ihr euch die Parade anschauen wollt, müsst ihr damit rechnen, dass es um die Champs Elysées herum sehr voll wird. Einige Bereiche sind abgesperrt oder nur mit reservierten Karten zugänglich.

 14juillet_Ecole-polytechnique© Ecole polytechnique Université Paris-Saclay (flickr.com)

Feuerwerk am Eiffelturm, 23 Uhr
Höhepunkt der Feierlichkeiten zum 14. Juli ist für viele das Feuerwerk, das am Abend am Eiffelturm ausgerichtet wird. Da es in Frankreich zu Sylvester kein Feuerwerk gibt, ist das Feuerspektakel des 14. Juli für die Pariser etwas ganz Besonderes. Zur Einstimmung findet ab 21:30 Uhr am Fuße des Turms ein klassisches Konzert (gratis) statt. Um 23 Uhr beginnt das Feuerwerk und wird die Zuschauer für ca. 35 Minuten in seinen Bann ziehen.
Der Eiffelturm wird ab ca. 17 Uhr für Besucher geschlossen und auch das Champ de Mars wird am Abend teilweise nicht zugänglich sein. Einige Metro- und RER-Stationen nahe des Eiffelturms werden aus Sicherheitsgründen ebenfalls geschlossen sein (z. B. Trocadéro, Iéna, Ecole Militaire, Bir-Hakeim, Passy, Pont de l’Alma, Alma-Marceau, Avenue du Président Kennedy, Champ de Mars, Javel).
Beste Sicht auf das Feuerwerk hat man natürlich vom zugänglichen Teil des Champ de Mars sowie vom Jardin du Trocadéro aus. Dort wird es jedoch am vollsten sein. Gute Sicht sollte man auch von den meisten Seine-Brücken aus haben. Man kann sich auch etwas vom Zentrum entfernen und zu Sacré Coeur oder zu dem auf einem Hügel gelegenen Parc de Belleville gehen, denn von dort aus hat man eine schöne Gesamtaussicht über die Stadt und den Eiffelturm. Toll ist sicher auch der Blick vom Tour Montparnasse aus.

Veröffentlicht unter Aktuelles | Verschlagwortet mit | Kommentar hinterlassen